
mü. Mit hochstehenden Finalspielen ist am Sonntag der Jubiläums-Shuttle-Cup zu Ende gegangen. Bei den Damen setzte sich die überragende Favoritin Jeanine Cigognini aus Brig gegen die in der Schweiz spielende Niederländerin Gita Djajawasito mit 21:10, 21:11 durch. Im Herren-Einzel konnte Yohanes Hogianto seinen letztjährigen Titel bestätigen und in einem dramatischen Final gegen seinen Clubkollegen vom BC Adliswil, den Deutschen Conrad Hückstädt, 21:18, 21:17 gewinnen. Auch die Besucher liessen sich von den spannenden Spielen hinreissen. Am Samstag und Sonntag besuchten rund 300 Personen das High-Speed-Spektakel.
Das Damen-Doppel wurde von Corinne Joerg/Sabrina Jaquet gewonnen. Sie liessen Sanya Herzig/Marion Gruber keine Chance. Letztere hatten immerhin die zweitgesetzten und amtierenden Schweizer-Meisterinnen Jeanine Cigognini/Ornella Dumartheray im Halbfinal eliminiert. Joerg/Jaquet gewannen den Final 21:15, 21:11. Sowohl im Mixed-Doppel wie auch im Herren-Doppel hatten die Schweizer keine Chance. Beide Finalspiele wurden von Mitgliedern der dänischen Delegation bestritten. Im Mixed-Doppel schwangen Camilla Gemmer/Mikkel Petersen gegen Pernilla Akkermann/Niklas Hoff (25:23, 18:21, 22:20) obenauf. Das Herren-Doppel gewannen Thomas Poulsen/Niklas Hoff 21:19, 21:11 gegen Jonas Hinge/Mikkel Petersen.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgten am Samstag neben dem Mixed-Doppel-Final der auftrebende Schweizer Badminton-Star Jeanine Cigognini (BC Uzwil) und die Europameisterin von 1980, Liselotte Blumer. In einem Showspiel, das vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet wurde, liess Blumer zwar ihre technische Brillianz aufblitzen. Doch gegen gegen die top-trainierte Walliserin Cigognini, die an den Junioren-Europameisterschaften den Vizemeistertitel erringen konnte, hatte die 38-fache Schweizermiesterin keine Chance. So meinte sie denn auch nach dem Spiel: "Sie ist die Bessere. Sie bringt alles mit, um es international weit zu bringen. Das Schweizer Badminton braucht wieder eine Zug-Figur." Der Fernseh-Beitrag über den Shuttle-Cup wird am Montag, 22. Oktober, im Rahmen der Sendung "Sport aktuell" ausgestrahlt.
Auch am Shuttle-Cup hat sich wieder herausgestellt, dass die Zukunft den athletischen Spielerinnen und Spielern gehört. Dies war - neben ihrem grossen Talent - der Unterschied zwischen Cigognini und ihren Gegenerinnen. Unzählige Bälle springt die in Dänemark spielende Schweizerin an - eine Spielweise, die in der Schweiz sonst nur Männer praktizieren. Musste sie im Halbfinal gegen Sabrina Jaquet noch über drei Sätze kämpfen, war der Final eine klare Sache. Djajawasito hatte zu keiner Zeit eine Chance.
Dramatischer spielte sich der Final im Herren-Einzel ab. Der Titelverteidiger Hogianto musste hart kämpfen gegen Conrad Hückstädt, der immerhin 32. in der Weltrangliste ist. Auch hier setzte sich die überaus athletische Spielweise von Hogianto durch. Mit seiner eher defensiv ausgerichteten Spielweise hatte Hückstädt in den teilweise sehr langen und spektakulären Ballwechseln häufig am Schluss das Nachsehen.