
Badminton-Stars hautnah
mü. Das traditionsreiche Badminton-Turnier Shuttle Cup wird bei seiner 50. Austragung zu einem Treffen der gesamten Schweizer Elite. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind die Top 20 Spieler praktisch geschlossen vertreten. Darunter ist nicht nur Jeanine Cigognini, die grosse Schweizer Hoffnung und Junioren-Vize-Europameisterin, sondern auch die Schweizer-Delegation an den Weltmeisterschaften in Madrid. Daneben wird Liselotte Blumer, die Europameisterin von 1980 für einen Höhepunkt sorgen.
Der Shuttle Cup (vormals Stadt Zürcher Badminton Meisterschaften) steht seit 50 Jahren für Badmintonsport auf höchstem Schweizer Niveau. „Der Shuttle Cup ist immer etwas ganz Spezielles. Die ganze Schweizer Elite trifft sich in Uster. Die Stimmung ist immer ganz toll“, erinnert sich Lieselotte Blumer, die Europameisterin von 1980, über 50-fache Schweizermeisterin und damit erfolgreichste Schweizer Badminton-Spielerin aller Zeiten. Ihre designierte Nachfolgerin und grosse Schweizer Badminton-Hoffnung ist die beim BC Uzwil spielende Jeanine Cigognini, die an den letzten Junioren-Europameisterschaften den Vize-Titel erringen konnte. Blumer und Cigognini werden in Uster erstmals aufeinander treffen und berichten, wie sich der High-Speed-Sport Badminton in den letzten 20 Jahren entwickelt hat.
Cigognini steht auch aus sportlicher Sicht im Mittelpunkt des Turniers. Die als Nummer 1 gesetzte Walliserin wird im Zweikampf mit der al Nummer Zwei gesetzten Dänin Louise Ibsen ihr internationales Format beweisen müssen. Im Herren-Turnier zeichnet sich ein Kräftemessen der in der Schweiz spielenden Ausländern ab. Der zweitgesetzte Tscheche Jan Fröhlich (BC Uzwil) und der topgesetzte Deutsche Conrad Hückstädt (EBT Berlin und BC Adliswil) werden für spektakuläre Einzelspiele sorgen. Hinter diesem Duo lauern die Indonesier mit dem Vorjahressieger Yohanes Hugianto (BC Adliswil) und Agung Ruhanda (SC Uni Basel) auf ihre Chance.
Zu seiner 50. Austragung hat der Shuttle Cup Badminton-Prominenz aus vergangenen Zeiten eingeladen. So ist neben Liselotte Blumer auch Till Haberfeld, erster OK-Präsident des Turniers und ehemaliger Nationalspieler – unter anderem beim ersten Schweizer Länderspiel gegen Deutschland – am Sonntag anwesend. Er steht Red und Antwort und berichtet, wie der ehemalige Gentleman-Sport in der Schweiz Fuss fassen konnte und sich zu einer Trendsportart entwickeln konnte.
Am Samstag werden im Sportcenter Bluepoint in Uster in den Disziplinen Herren- und Damen-Einzel, Herren- und Damen-Doppel die Teilnehmer für die Viertelfinals vom Sonntag ermittelt, und beim Mixed Doppel werden bereits die Sieger ermittelt.. Die Spiele beginnen am Samstag ab 9.30 Uhr. Es wird den ganzen Tag über gespielt bis um ca. 19.30 Uhr. Um 17 Uhr stehen Liselotte Blumer, Jeanine Cigognini und Till Haberfeld im Mittelpunkt und erzählen im Interview mit dem OK-Präsidenten und Olympia-Teilnehmer von 1998, Thomas Wapp, über die Entwicklung des Badminton-Sports. Am Sonntag finden ab 9.30 Uhr die Viertelfinals und ab 12 Uhr die Halbfinals in den einzelnen Disziplinen statt. Um ca. 14.30 Uhr werden dann die Finalspiele ausgetragen. Anschliessend an die Finals finden die Siegerehrungen statt.
Der Shuttle Cup findet 2006 zum 20. Mal unter diesem Namen statt. Gegründet wurde diese Tradition unter dem Namen Stadtzürcher Badminton Meisterschaft, die 1956 – ein Jahr nach den ersten Schweizermeisterschaften - zum ersten Mal ausgetragen wurde und vom Ehepaar Erwin und Gertrud Oeler gewonnen wurde. Bis 1987 behielt das Turnier, das von der Interessengemeinschaft Stadt-Zürcherischer Badmintonclubs und später vom BC Sporting durchgeführt wurde, seinen Namen. Seit 1988 heisst es Shuttle Cup. Vor drei Jahren traten die Badminton Swiss Series, ein gemeinsames Projekt von sieben Deutschschweizer Badminton-Vereinen zur Förderung von Badminton als Breitensport, in die Fussstapfen des BC Sporting und übernahmen die Organisation des Turniers.